#kennst du schon?

Ab heute hängen die ersten Plakate unserer #kennstduschon Kampagne am Campus. Wir wollen die wichtigen Leistungen von Frauen* sichtbar machen und auf Probleme für Frauen* in der Wissenschaft aufmerksam machen. Noch immer nimmt der Frauen*anteil vom Bachelorstudium (ca. 50%) bis zur höchsten Professur (ca. 10%) ab. Gründe dafür sind struktureller Art. Zum einen in den prekären Arbeitsbedingungen beim wissenschaftlichen Personal, die meistens noch mit der Lebensphase zusammen fällt in der auch noch die Familienplanung beginnt. Hinzu kommt, dass von der Sorgearbeit (Haushalt, Kinder, …) ein viel größerer Teil in der Regel von Frauen* geleistet werden muss, sodass hier weitere Nachteile im Konkurrenzkampf um Professuren und Forschungsmittel entstehen.

Letztlich führt dieser Konkurrenzkampf in der Wissenschaft dazu, dass man häufig ohne Mentor bzw. Mentorin nicht so gute Chancen hat sich in der Wissenschaft durchzusetzen. Das eigene Netzwerk entscheidet wie in so vielen Bereichen, ob man in einem aussichtsreichen Projekt mitarbeiten kann oder ob man eine Stelle an einem renommierten Lehrstuhl bekommt. Hierbei schlägt der geringe Frauen*anteil in der Wissenschaft doppelt durch. Zum einen fehlen weibliche Vorbilder, zum anderen fördern die Männer häufiger männliche Kollegen.

Wir wollen kein weiter so an den Hochschulen, wir wollen eine gleichberechtigte Universität. Deswegen versuchen wir die Rolle von Gleichstellungsbeauftragten zu stärken, damit diese bei Einstellungsverfahren genauer drauf achten, ob gleichqualifizierte Frauen benachteiligt werden. Ebenso gilt es in den Lehrstühlen Bewusstsein für unterschwellige Diskriminierungen zu schaffen, damit diese abgebaut werden. Letztendlich hilft es allerdings nur, wenn Fakultäten, die den Gleichstellungsplan nicht einhalten Strafzahlungen leisten müssen. Unser Ziel bleibt eine Wissenschaft die paritätisch besetzt ist!

Zu den Geschichten verschiedener Wissenschaftlerinnen & ihrer Leistungen.

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